Schul-Schluss

Schöne, aber auch leidvolle Erfahrungen haben dieses Schuljahr geprägt. Diesmal feiern wir nicht wie gewohnt mit allen im Haus, um das Unterrichtsjahr 2019/2020 feierlich zu verabschieden. Es lief und läuft noch immer in anderen Bahnen.
„Schulschluss, die Schule schließen“ – hat nun eine zusätzliche Bedeutung erhalten. Seit geraumer Zeit gehört das Wort „Krise“ zum Alltag.

„Das Wesen einer Krise ist, dass sie nicht planbar, nicht bekannt und nicht gewohnt ist. In der Krise ist jeder mit etwas Neuem konfrontiert. Das erzeugt zunächst Verwirrung, manchmal Verzweiflung und Desorientierung.“ .

(Furche, 14.5.2020, 8)

Nun ist eine gewisse Routine zwischen Angst und Sorglosigkeit eingetreten, auch das gehört zur sogenannten neuen Normalität. Der Komplexität einer Krise mit all den daraus folgenden Ängsten und Unsicherheiten kann man mit Panik, Nörgeln, Besserwisserei gegenübertreten. Es ist aber auch möglich im eigenen Umfeld den Hausverstand einzuschalten und einander achtsam und vertrauensvoll zu begegnen. Das richtige Maß zwischen Nähe und Distanz im Umgang mit unseren Nächsten zu leben, ist wohl immer zu beachten, ob in Coronazeiten oder nicht. Wie es scheint, ist dieses neue Miteinander im Schulzentrum Eybnerstraße recht gut gelungen. Jede und jeder ist bemüht, seinen Teil dazu beizutragen – Schulleitung, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und das gesamte Personal der Schule. Was dabei hilft, ist ein ausgedehntes Schulareal mit großzügigen Grünflächen. Dafür gebührt allen ein großer Dank. Für viele waren und sind es schwierige Zeiten. Möglicherweise gehen wir aber auch gestärkt daraus hervor. Wir haben neue Formen des Lernens trainiert und uns in Geduld und Solidarität geübt. Vielleicht haben wir auch einen neuen Blick auf uns und unsere Welt bekommen. Vergessen wir nicht, ab und zu das Leben zu feiern und dankbar das alte Schuljahr loszulassen und Gott anzuvertrauen.

Foto: Sabine Wieser

Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart.
Der bedeutendste Mensch ist immer der, der dir gerade gegenübersteht.
Das notwendigste Werk ist stets die Liebe.“

(Meister Eckhart)

Wir wünschen allen schöne, erholsame Ferien!
Hubert Pfeiffer, Mag. Dr.